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8. Senner Schlittenhunderennen

Senner Schlittenhunderennen

29. und 30. Oktober 2016 

Westfalenblatt 31.10.2016:

Senne(WB). Markus Poch: Sie kratzen und jaulen, sie zittern und springen, zerren und strampeln: Schlittenhunde kurz vor dem Start des Rennens wirken wie besessen von der Idee, im Team endlich loszurasen. Mehr als 2200 Besucher machten sich am Wochenende ein Bild davon beim achten Schlittenhunde-Wagenrennen in Senne.

Je größer die Gespanne, desto größer das Getöse: Bei Wagen, die mit acht, zehn oder noch mehr Hunden antreten, reicht ein halbes Dutzend Betreuer in Kombination mit der getretenen Fußbremse, auch Kralle genannt, oft nicht aus, die Meute in Schach zu halten und einen Frühstart zu verhindern. Um ganz sicher zu gehen, muss sich der Streckenposten mit seinem Quad, einem vierrädrigen Arbeitsmotorrad, zusätzlich hinter den Wagen einhängen, um das Gespann zu beschweren.

Es sind nur noch wenige Sekunden. Die Spannung wächst: Die Hunde geifern, kläffen und reißen wie im Wahnsinn an den Halteleinen. Manche verheddern sich dabei. Dann das erlösende Startsignal: Das Quad klinkt sich aus. Das Gejohle verstummt schlagartig. Die Hatz gegen die Uhr beginnt. Der Wagen nimmt Geschwindigkeit auf. Jetzt sind nur noch das leise Trappeln der Pfoten und die Kommandos des Hundeschlittenführers zu hören. Dann verschwindet das Gespann hinter dem nächsten Knick.

»Die Hunde schütten Endorphine aus wie Menschen, wenn sie sich auf etwas freuen. Sie sind voller Adrenalin und kaum noch zu halten. Die wollen einfach los. Dazu sind sie geboren«, erklärt Rennorganisator Sascha Kohl (42). Der Dortmunder ist in Senne selbst mit zwei Hunden gestartet. Er betitelt das unbändige Drängeln der Tiere als »desire to go«, den Herzenswunsch zu laufen.

Mit genau diesem Drang muss der Hundeschlittenführer, auch Musher genannt, während des Rennens sensibel umgehen, denn sonst wird es lebensgefährlich: »Die Hunde kennen kein Maß. Sie würden immer weiter rennen und irgendwann überhitzen. Die Endorphine überspielen oft das Schmerzempfinden«, betont der Brackweder Tierarzt Dr. Peter Hettling (55). »Das Überhitzen ist wie ein Kollabieren, das organische Probleme und sogar den Tod zur Folge haben kann.«

Hettling und sein Team stehen in Senne für veterinärmedizinische Rennunfälle ehrenamtlich in Dauerbereitschaft, hatten in den vergangenen sieben Jahren aber kaum etwas zu tun – so auch in diesem Jahr: Alle 169 gestarteten Gespanne und ihre mehr als 400 Hunde haben die 4,2 Kilometer lange Strecke rund um den Schafstall unverletzt gemeistert.

Als ausdauerndste Schlittenhunde gelten Sibirische Huskys, gefolgt von den Rassen Malamute, Samojede und Grönlandhunden. Die schnellsten auf der Kurzstrecke sind europäische Jagdhundmixe, die so genannten Hounds. Kommt ein Gespann ins Ziel, ist die Rasse jedoch ganz egal. Dann hängen die Zungen tief, der Speichel ist verbraucht. Die Hunde sind ausgepumpt, strecken oft alle Viere von sich und wirken nur noch zufrieden. »Man sieht das Glück in ihren Augen«, behauptet Sascha Kohl. »Manche Musher sagen, ihre Hunde lächeln.«

Fröhliche Mienen auch beim Veranstalter: Die Senner Gemeinschaft, der Stadtbezirk Senne und der Schlittenhunde-Sportverein Münsterland haben erneut viele Menschen und Tiere zu gemeinsamen Aktivitäten unter freiem Himmel zusammengeführt. Die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft am 5./6. November in Beldorf (Schleswig-Holstein) hatten zudem einen guten Trainingslauf. »Dieser Sport ist eine schöne Art, sich mit seinem Tier zu beschäftigen«, sagt Peter Hettling. »Der Hund tut etwas, und auch der Besitzer kommt an die frische Luft. Das finde ich gut. Deshalb wächst die Branche.«

Presseartikel NW 30.10.2016

Presseartikel NW 29.10.2016

Presseartikel NW 20.10.2016

Westfalenblatt 20.10.2016:

Auf der Hatz nach Medaillen
Senne erlebt am 29./30. Oktober das achte Schlittenhunde-Wagenrennen

S e n n e (mp). Einen neuen Anmelderekord vermeldet die Senner Gemeinschaft zu ihrem achten Schlittenhunde-Wagenrennen: Waren es vor Jahresfrist noch 150 Starter, werden zur Neuauflage des Spektakels am 29./30. Oktober mindestens 181 Gespanne erwartet. Das bedeutet, dass am besagten Rennwochenende erneut weit mehr als 500 Hunde der unterschiedlichsten Rassen das Gelände am Senner Schafstall, Ostkampweg 55, bevölkern.
Mit Genugtuung haben die involvierten Mitglieder der Senner Gemeinschaft, die das Rennen in
Kooperation mit dem Bezirksamt Senne und dem Schlittenhunde- Sportverein Münsterland auf die
Beine stellen, die steigende Nachfrage registriert. Koordinator Günter Wesch führt die positive
Resonanz vor allem auf die schöne Streckenführung durch Wald und Wiesen, aber auch auf die verlässliche Organisation zurück. Auf dem Weg zu einer Hochburg des Schlittenhundesports in
Deutschland nehme Senne einen weiteren großen Schritt. Den aktuellen Renntermin sieht Wesch
außerdem als »letzte gute und besondere Trainingsmöglichkeit« vor den Internationalen Deutschen Meisterschaften. Denn die werden am Wochenende darauf in Beldorf bei Itzehoe (Schleswig- Holstein) ausgetragen. Doch zunächst geht es in Senne zur Sache. Dort starten die Rennen in verschiedenen Klassen an beiden Tagen um 9.30 Uhr, angefangen mit den kleinsten Gespannen. Die größeren Gespanne gehen erst nach 13 Uhr auf die Piste. Je nach Temperatur wird der Parcours von 5,8 Kilometern auf 4,8 Kilometer, 4,2 Kilometer oder 2 Kilometer verkürzt, um die Wettkampfhunde zu schonen. Denn die können sich leicht überanstrengen, wenn es zu warm ist.
Erneut sollen unerfahrene Hundehalter die Chance bekommen, mit ihrem eigenen Hund in einer
Gästeklasse teilzunehmen. 50 Männer und Frauen sind dazu bereits registriert. Kurzentschlossene können sich noch bis zum morgigen Freitag über die Internetseite des Veranstalters nachmelden. Eltern, die ihrem Nachwuchs die Teilnahme am beliebten Kinderrennen ermöglichen wollen, müssen das am Samstag, 29. Oktober, zwischen 9.30 und 15 Uhr im Zelt der Senner Gemeinschaft kundtun. Das Rennen beginnt um 16 Uhr. Kinder ohne Hund können ein freundliches Exemplar gestellt bekommen. Alle Hundefreunde, die nicht selber am Wettkampf teilnehmen, aber möglichst viel vom Treiben erleben möchten, haben im Start-/ Zielbereich am Schafstall die besten Möglichkeiten. Der Eintritt kostet sechs Euro, für Kinder zwei.
Kinder unter einem Meter Körpergröße sehen gratis zu. Parkplätze zum Preis von zwei Euro sind ausgeschildert und über die Kampstraße erreichbar. Besucher, die einen Hund mit auf das Gelände bringen, sollten den Nachweis einer gültigen Tollwut-Impfung dabei haben. »Das Veterinäramt macht Stichproben und muss Hunde ohne Impfschutz abweisen «, warnt Günter Wesch. Im Start-/Zielbereich wartet auf alle Besucher außerdem ein Verpflegungs-, Unterhaltungs- und Informationsangebot. Daran beteiligen sich unter anderen die Rettungshundestaffel Ostwestfalen, die Hundenothilfe OWL, ein Tierfotograf, die AWO, die Tanzgruppe Black Sun Liners (Samstag um 14, 16 und 18 Uhr) und die Band Area Soul (Sonntag um 13.30 Uhr). Mit einer Tombola sollen hochwertige Preise unters Volk gebracht werden. Wer die Hundeschlittenführer
näher kennenlernen möchte, kommt am Samstag, 29. Oktober, um 19 Uhr zum »Musherschmaus« mit Musik und Tanz. Das Programm zum Rennen inklusive aller Regularien, Zeiten und Preise steht im Internet.


>> Dronen-Video des Schlittenhunderennens 2015

Presseartikel NW 09.11.2015

Westfalenblatt 09.11.2015

Text: B i e l e f e l d (WB). Das Senner Hundeschlittenrennen wird immer beliebter. Die Veranstalter
zählten gut 198 Musher, und mehr als 1000 Hunde an der Startlinie sowie einige tausend Besucher auf dem Gelände am Schafstall.
Eigentlich waren mehr als 200 Musher gemeldet. Weil es jedoch zu warm war hatten einige wenige ihre Teilnahme zurückgezogen. Das siebte Hundeschlittenrennen in Senne konnte trotzdem Rekordzahlen verbuchen. Und das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht,
denn Debütanten wie Zoran Dimovski aus Kopenhagen waren so begeistert, dass sie beim nächsten Mal auf jeden Fall dabei sein wollen. Der zweimalige dänische Meister will dann sogar Kollegen aus Dänemark mitbringen. Der 49-Jährige lobt den »gut gemachten Kurs«, der auch für seine vier Hunde interessant sei. Dimovski will einmal europaweit zu den »Top-Fünf im Hundeschlittensport « gehören, dafür trainiert der Manager mehrmals in der Woche morgens um 5.30 Uhr. Premiere feierte auch Eva Mittendorf aus Dülmen. »Ich war noch nie auf einem Rennen«, erzählt die 35-Jährige. In Senne startete sie auf einem Scooter genannten Roller mit ihrem Rüden
Daimon. Zuhause gehören insgesamt fünf Hunde zum Rudel. Eva Mittendorf trainiert selbst erst seit einem Jahr. Ihr Ziel ist, schon bald mit einem Wagen teilnehmen zu können. Die Musher erzählten gerne über ihre große Leidenschaft. Die Besucher waren eingeladen, beim Plausch zwischen Campingwagen und Zelten mehr über Leithunde und Leidenschaft zu erfahren.
Und Geschichten gab es reichlich. Auch die von Bullterrier Fred. Das vierjährige Kraftpaket ist rassebedingt eigentlich eher für die Kurzstrecke geeignet. Doch beim Rennen der Biker mit einem
Hund schnitt Fred unter elf Konkurrenten auf Platz sechs überraschend gut ab. Herrchen Andreas
Barth freute das doppelt, denn er hat den Hund vor zwei Jahren aus dem Tierheim geholt. »Eigentlich sollte Fred eingeschläfert werden. Er kam aus extrem schlechter Haltung und war wirklich schwierig«, erzählte Barth. Um seinen Hund auszulasten, ließ er ihn am Fahrrad mitlaufen – ein Talent war geboren. Fred liebt das Laufen und ist auch über den »Sport« zu einem verträglichen Familienmitglied geworden. »Nur überholt wird er nicht gerne«, meinte Andreas Barth. Der Hundeschlittensport hat auch das Leben von Veronika Erley verändert, die mit einem saloppen »auch Omas dürfen fahren « an den Start ging. Die 64- Jährige aus Bad Sassendorf war
die älteste Teilnehmerin. Sie fährt erst seit vier Jahren. »Ich war sehr krank und es gab nur zwei
Möglichkeiten: sterben oder das machen, was ich immer schon wollte«, erzählte sie, während sie
sich die Dreckspritzer aus dem Gesicht wischte. Hunde hatte sie schon immer, doch Schlittenhunde waren ihr großer Traum. Heute fährt Veronika Erley erfolgreich Rennen in Tschechien, der Schweiz, in Schweden und Finnland. »Gut die Hälfte der Musher trainiert für die Rennen, die anderen machen aus Spaß mit«, erläuterte Rudi Ropertz vom Schlittenhund- Sportverein Münsterland, der mit der Senner Werbegemeinschaft und Unterstützung des Bezirksamtes die Großveranstaltung organisierte. Allerdings konnten die größeren Gespanne an den Nachmittagen wetterbedingt nur auf der zwei Kilometer langen Strecke laufen, weil die Bodentemperatur über 15 Grad Celsius lag und es für die 4,3 beziehungsweise 5,2 Kilometer lange Strecke zu warm war. Die Besucher störte das nicht. Unter ihnen waren natürlich viele Hundehalter. Sie fanden am Rande der Veranstaltung Nützliches und Kurioses für den Vierbeiner – wie zum Beispiel in Belgien gebrautes Hunde-Bier.

Presseartikel Westfalenblatt 08.11.2015

Presseartikel NW 16.10.2015

Westfalenblatt 09.10.2015

Presseartikel NW 10. Juli 2015

>> Dronen-Video des Schlittenhunderennens 2014

>> Video des Schlittenhunderennens 2014

Presseartikel NW 11. November 2014

 

Westfalenblatt 10. November 2014

Schlittenhunde-Europameisterschaft soll nach Bielefeld kommen

Die Stadt Bielefeld entpuppt sich als eine der führenden Anlaufstellen für Schlittenhundesportler: Beim sechsten Wagenrennen seit 2009, das zum zweiten Mal als Deutsche Meisterschaft ausgetragen wurde, startete an diesem Wochenende die Rekordzahl von 194 Männern und Frauen in 219 Gespannen. 2500 Zuschauer waren Augenzeugen des Spektakels. Das bei den Teilnehmern beliebte Gelände rund um den Stall der Bethel-Schäferei im Stadtteil Senne empfiehlt sich derweil bereits für höhere Aufgaben: »Wir wollen versuchen, vielleicht schon 2016 die Europameisterschaften nach Bielefeld zu holen«, verspricht Steuerberater Günter Wesch von der veranstaltenden Senner Gemeinschaft. Das Foto zeigt die Holländerin Femke van de Hoeve, hier mit einem Sechs-Hunde-Gespann auf der Piste.

»Ganz schön scharfe Kurven«

2500 Zuschauer beim sechsten Senner Schlittenhunderennen – Kommt auch die Europameisterschaft nach Bielefeld?

Bielefeld(WB). Ein Schafstall als Tollhaus für Mensch und Hund – das gibt's nur in Senne: Auf dem Gelände der Bethel-Schäferei erlebten am Wochenende 2500 Zuschauer das sechste Senner Schlittenhunde-Wagenrennen. 194 Männer und Frauen aus ganz Deutschland kämpften in 219 Gespannen und 26 Klassen um die Titel des deutschen Meisters.

Von MarkusPoch

Kurz bevor Schäfer Andreas Eisenbarth seine 1000 Mutterschafe dort zum Lammen ins Trockene holt, registrierten die Veranstalter damit einen neuen Teilnehmerrekord an Menschen und Tieren. Das Schlüsselbein eines ungeübten Gastfahrers ging zwar zu Bruch, aber ansonsten blieben alle Fahrer, Läufer und Wettkampfhunde unverletzt. Die Streckensanitäter und auch Tierarzt Dr. Peter Hettling mussten nicht weiter eingreifen.

Bei den Mushern, so heißen die Schlittenhundeführer in der Branche, sprechen sich die abwechslungsreiche Piste, die gute Organisation des Bielefelder Rennens und die liebevolle Betreuung derweil immer weiter herum. Deshalb denkt Rennorganisator Günter Wesch von der veranstaltenden Senner Gemeinschaft bereits einen Schritt weiter: »Wir wollen versuchen, vielleicht schon 2016, die Schlittenhunde-Europameisterschaften nach Senne zu holen«, verriet der Steuerberater gestern selbstbewusst dem WESTFALEN-BLATT. »Es sind vorher natürlich die Kosten zu klären, der Aufwand und das Risiko, das wir damit eingehen. Aber den Platz dazu hätten wir und die Lust darauf ebenfalls.«

Um das aktuelle Pensum der 219 Wettkampf-Gespanne optimal bewältigen zu können, hatte die Rennleitung um den früheren Renn-Champion Rudi Ropertz bei den kleineren Gespannen frühzeitig eine engere Startfolge beschlossen. Wegen der zu warmen Witterung fuhren und rannten die Teams, um ihre Hunde zu schonen, den mit 4,5 Kilometern Länge etwas kürzeren Parcours.

Der reichte aus, um der Schirmherrin und Bundestagsabgeordneten Christina Kampmann (SPD) einen Eindruck zu vermitteln. Im Zehn-Hunde-Gespann durfte sie eine rasante Runde mit Altmeister Ropertz drehen: »Ihr habt ganz schön scharfe Kurven hier«, sagte sie danach freudestrahlend und klopfte sich den hochgeschleuderten Dreck vom Körper.

Ein weiterer Lokalmatador ist der Sennestädter Feuerwehrchef Holger Reker: Er ist die Strecke zusammen mit seiner braven Mischlingshündin Gina zweimal abgelaufen. »Das bespaßt den Hund und hält mich zugleich fit für die Löschabteilung«, erklärte er. »Aber ich war bestimmt der einzige Teilnehmer, der nicht gezogen wurde, sondern seinen Hund selber ziehen musste. Denn Gina hat gelernt, bei Fuß zu gehen. Sie läuft niemals vorweg.«

 

Presseartikel NW 30. Oktober 2014

Presseartikel Westfalen Blatt 30. Oktober 2014

Presseartikel NW 18. Oktober 2014

Presseartikel NW 01. Oktober 2014

>> Video WDR - Sport im Westen vom 26.10.2013

Presseartikel NW 23.10.2013

Video von Detlef Schlack: >> "5. Senner Hundeschlittenrennen" auf YouTube

Presseartikel NW 20.10.2013

 

Westfalen Blatt 21.10.2013
Foto: Büscher

Mekka für Musher

4000 Besucher verfolgen Schlittenhunderennen

Bielefeld(WB/kw). Wer Schlittenhunde in Aktion erleben wollte, musste an diesem Wochenende nicht weit reisen: Beim fünften Senner Schlittenhunderennen gingen mehrere Hundert Vierbeiner an den Start; 107 Musher, so heißen die Schlittenführer, waren gemeldet. Einige von ihnen starteten in der offenen Klasse mit mehr als acht Hunden. Das größte Gespann wurde von 13 Vierbeinern gezogen. Die Hunde wurde jedoch nicht nur vor Wagen gespannt, sondern auch vor Fahrräder und Roller (Scooter). Unter den Mushern waren Europa- und Weltmeister. Für sie ist das Rennen vor allem eine Trainingsmöglichkeit für die großen Rennen im Schnee: Die Europameisterschaft wird Anfang des nächsten Jahres in Finnland ausgetragen.
Schnee oder Sennesand – den Hunden war das egal. Allerdings setzten die warmen Temperaturen um die 20 Grad Celsius den Tieren zu. Statt der vorgesehenen fünf Kilometer durften sie deshalb nur die halbe Strecke laufen. Den Spaß der 4000 Besucher trübte der veränderte Streckenlauf nicht. Sie verfolgten vor allem am Start das Spektakel. Dort ging es am lautesten zu: Mit Jaulen, Bellen und Luftsprüngen taten die Hunde kund, dass sie nur eines wollten: rennen.


Artikel vom 11.10.2013 - Westfalen-Blatt

Als Gast unterwegs
mit schnellen Vierbeinern

Anmeldefrist zum Schlittenhunderennen wird verlängert


Senne(peb). Nur noch wenige Tage dauert es, bis Schlittenhunde aus ganz Deutschland und dem nahen Ausland wieder durch die Senne rasen. Am 19. und 20. Oktober findet, wie berichtet, zum fünften Mal das Schlittenhunderennen am Schafstall, Ostkampweg 55, statt.
Die Veranstalter haben nun die Anmeldefrist verlängert. Bis zum 18. Oktober haben interessierte Fahrer, die so genannten Musher, noch Gelegenheit, sich registrieren zu lassen. Hundebesitzer, die dieses Hobby sonst gar nicht oder nur selten betreiben, können sich in der Gästeklasse anmelden. In der Gebühr von 35 Euro ist der »Bielefelder Musherschmaus« enthalten, an dem auch interessierte Gäste am Samstagabend teilnehmen können. Übernommen wird die Verpflegung an den beiden Renntagen von der Fleischerei Erwin Berenbrinker.
Die Rennen laufen Samstag und Sonntag von 10 bis 16.30 Uhr. Unterwegs sind die Gespanne je nach Disziplin auf drei Streckenvarianten mit Längen von 2,5, bis 5,8 Kilometern. Am Samstagnachmittag wird zudem ein Kinderrennen ausgetragen, bei denen Jungen und Mädchen mit dem eigenen oder einem von den Mushern zur Verfügung gestellten Vierbeiner auf die Laufstrecke gehen.
Am Freitag um 18.30 Uhr ist auf dem Gelände am Schafstall die Ausgabe der Startnummern, im Anschluss ein Beisammensein am Lagerfeuer. Die Organisatoren von Senner Gemeinschaft, Bezirksamt und Schlittenhunde-Sportverein Münsterland rechnen mit etwa 5000 Besuchern. Der Eintritt kostet vier Euro, Schüler und Studenten zahlen zwei Euro. Kinder unter einem Meter Größe haben freien Eintritt. Inzwischen ist der Flyer zum Rennen erschienen, der im Bezirksamt und an vielen anderen Stellen ausliegt.
www.schlittenhunde-
rennen-senne.de

 

Artikel vom 24.09.2013 - Westfalen-Blatt

Viele Pfoten sprinten durch Senne

Schlittenhunde gehen am 19. und 20. Oktober am Ostkampweg an den Start – 50 Musher sind schon gemeldet

Von PeterBollig
Senne(WB). Senne ist nun endgültig »zum Renner geworden«, glaubt Günter Wesch vom Vorstand der Senner Gemeinschaft. Gemeint ist die fünfte Auflage des Schlittenhunderennens im Bielefelder Süden – und die Tatsache, dass sich diese Veranstaltung in der Musher-Szene etabliert hat: 50 Teilnehmer haben sich bereits gemeldet, »in den Vorjahren waren es zu diesem Zeitpunkt allenfalls fünf«.

Hundewetter – im besten Sinne – wünschen sich die Organisatoren um Günter Wesch für das Wochenende 19. und 20. Oktober. Soll heißen: »Viel Sonne, aber nicht zu warm.« Denn im vergangenen Jahr konnten sich zwar die Zuschauer über warmes Wetter freuen, den an Kälte gewöhnten Huskys und Hounds war es allerdings zu warm. So war die maximale Distanz von den Rennleitern Rudi Ropertz und Detlef Runau sowie dem Team des Schlittenhunde-Sportvereins Münsterland von fast sechs auf zwei Kilometer verkürzt worden. Zudem dürfen jenseits der 20 Grad keine Rennen mehr stattfinden, weshalb die Rennen 2012 auf die kühleren Vormittagsstunden vorgezogen wurden.
Mit 4000 bis 5000 Besuchern rechnen die Organisatoren von Senner Gemeinschaft, Bezirksamt Senne und Schlittenhunde-Sportverein am Rande der Strecke sowie im Start- und Zielbereich auf dem Gelände der Bethel-Schäferei am Ostkampweg 55. Außerdem erwartet Wesch etwa 100 Hundeschlittenfahrer, so genannte Musher, die in verschiedenen Klassen, das heißt mit einer unterschiedlichen Zahl von Hunden und Fahrzeugen, an den Start gehen. So sind die Musher mit dem Fahrrad, mit dem Scooter, zu Fuß oder dem Wagen hinter den Hunden unterwegs. Die Wagen lassen sie von vier bis acht Hunden ziehen, in der spektakulären unlimitierten Klasse sind es sogar mehr als acht Hunde.
Unterwegs sind die Gespanne je nach Disziplin auf drei Streckenvarianten mit Längen von 2,5, 4,5 und 5,8 Kilometern – wie bereits zur Deutschen Meisterschaft in Senne 2011. Ausgetragen wird am Samstagnachmittag wieder ein Kinderrennen, bei denen Jungen und Mädchen mit dem eigenen oder einem von den Mushern zur Verfügung gestellten Vierbeiner auf die Laufstrecke gegen – zum Spaß und ganz ohne Zeitnahme. Die Rennen laufen Samstag und Sonntag von 10 bis 16.30 Uhr. Die Ergebnisse aus den jeweils zwei Läufen werden zum Endergebnis zusammengerechnet.
Bereits am Freitag um 18.30 Uhr ist auf dem Gelände am Bethel-Schafstall die Ausgabe der Startnummern, im Anschluss ein Beisammensein am Lagerfeuer. Die Startgebühr beträgt 35 Euro und beinhaltet den »Bielefelder Musherschmaus«, an dem auch interessierte Gäste am Samstagabend teilnehmen können, um mit den Mushern ins Gespräch zu kommen, begleitet von Musik des Senners J.P. Fair alias Jan Peter Flöttmann. Die Verpflegung an den Renntagen übernimmt Erwin Berenbrinker, zudem sind Vereine und Sponsoren mit Ständen vertreten.
Zum Rahmenprogramm gehören Vorführungen der DRK-Rettungshundestaffel an beiden Tagen, eine Vorstellung von Hunden aus dem Bielefelder Tierheim am Sonntagmittag, Baumrücken mit Kaltblutpferden am Samstagnachmittag sowie hundesportliche Demonstrationen an beiden Tagen. Gewählt wird wieder der schönste Hund: Besucher können ihre Vierbeiner am Stand von Fotograf Ilja Meyer-Molnar ablichten lassen. Die Fotos werden zur Abstimmung ins Internet gestellt. Sonntag nach dem letzten Rennen findet gegen 16.30 Uhr die Siegerehrung statt.
Der Eintritt kostet vier Euro, Schüler und Studenten zahlen zwei Euro, Kinder unter einem Meter Größe haben freien Eintritt. Fürs Parken werden zwei Euro kassiert. Meldeschluss für die Teilnahme am Rennen ist der 10. Oktober. Anmeldungen für das Kinderrennen werden am Renntag vor Ort entgegen genommen.
www.schlittenhunderennen-senne.de


Presseartikel NW 17.09.2013

Presseartikel NW 22.10.2012

Westfalenblatt 22.10.2012

2000-Meter-Sprint auf 32 Pfoten

Rolf Rietkerk ist aus dem Vogtland angereist, um in Senne an den Start zu gehen. Am Ende schafft er in der Klasse der Achter-Gespanne den zweiten Platz hinter Sieger Rudi Ropertz.Im Startbereich und entlang der Strecke verfolgen die Besucher das Rennen - etwa 2500 zählen die Veranstalter in diesem Jahr.Rudi Ropertz (links), Rennleiter und vielfacher Weltmeister, reicht den Wanderpokal für die unlimitierte Klasse an Herbert Thinnes weiter.Lokalmatador Eckhard Rahaus geht mit Husky Lasse ins Rennen.Entspannung nach dem Rennen: Rolf Rietkerk mit einem seiner Skandinavian Hounds.

75 Starter gehen beim vierten Senner Schlittenhunderennen auf die verkürzte Strecke

Von Peter Bollig und Hans-Werner Büscher (Fotos)
Bielefeld (WB). Mit einem gebrüllten »Go« schickt Lokalmatador Eckhard Rahaus seinen Husky Lasse ins Rennen. Dabei haben die Schlittenhunde an der Startline ein solches Kommando gar nicht nötig. Sobald sie vor Wagen, Fahrrad oder Roller gespannt sind, wollen sie nur eines: losrennen.

Während die Radler, Rollerfahrer und Läufer hinter ihren Hunden eine beeindruckende sportliche Leistung abliefern, sind es auch bei der vierten Auflage des Senner Schlittenhunderennens vor allem die großen Gespanne, die die etwa 2500 Zuschauer an den Schafstall am Ostkampweg locken. Bis zu acht Hunde sind vor die Wagen gespannt, auf denen der Fahrer, der Musher, mit bis zu 35 Stundenkilometern durch die Senne rast. Das kommt der Vorstellung von den winterlichen Rennen schon ganz nah.
Dabei sind die Bedingungen bei den Läufen am Samstag und Sonntag allerdings alles andere als winterlich. Um die an Kälte gewöhnten Hunde nicht zu überlasten, ist die Strecke von fast sechs auf zwei Kilometer verkürzt und das Rennen auf den Vormittag vorverlegt worden. Und weil ab 20 Grad keine Rennen stattfinden dürfen, gilt der Blick der Verantwortlichen weniger den Rundenzeiten als dem Thermometer. Bis 13 Uhr allerdings haben es die 75 Starter an beiden Tagen geschafft, ihre Durchgänge zu absolvieren.
Unter diesen Bedingungen sprechen die Musher von einem Training statt von einem Wettkampf. So auch Rolf Rietkerk, der mit acht Hounds aus dem Vogtland angereist ist und vor allem junge Tiere mitgebracht hat. »Um sie zum Saisonstart an die Rennatmosphäre zu gewöhnen«, sagt er, während seine Hunde seelenruhig auf dem Boden liegen, unbeeindruckt vom Tumult auf der Rennstrecke. Sobald sie selber an der Reihe sind »ist aber Schluss mit der Ruhe«, sagt der Musher. »Das ist wie ein Ritual. Sobald ich mit der Zugleine komme, wissen die Hunde: Es geht los.«
Von da an sind die Tiere kaum zu bremsen. Sie wollen auf die »imaginäre Jagd«, wie Rietkerk es nennt. Dann beginnt ein Gejaule, ein Reißen an der Leine, und viele Helfer sind gefordert, damit sich die Bänder nicht verheddern. »Sobald das Rennen startet, sind sie aber diszipliniert bei der Sache«, weiß Rennleiter Rudi Ropertz, der Weltmeister aus Borken.
Etwa 2500 Besucher schauen sich das Rennen, das auch 2013 stattfinden soll, in diesem Jahr an und erleben neben den Läufen auch Vorführungen der DRK-Rettungshundestaffel und von Schäfer Ulf Helming, der den Einsatz von Hütehunden an einer Schafherde demonstriert. Zudem dürfen auch die Kinder ran und mit eigenen oder geliehenen Hunden eine kurze Rennrunde drehen.
Der Bielefelder Eckhard Rahaus sichert sich nach zwei Siegen in den Jahren zuvor diesmal Platz drei in der Klasse der Radfahrer mit reinrassigen Huskys. Den Wanderpokal in der Königsdisziplin, der unlimitierten Klasse, holt sich Herbert Thinnes. Bei den Achter-Gespannen gwinnt Rudi Ropertz vor Rolf Rietkerk und Lars Rübenkamp.

Zu warm für Husky und Co.

Katrin Schmidtkamp (26), hier mit Hund Lena, hilft während des Rennens bei der medizinischen Versorgung der Hunde. Foto: Büscher
Nach den Großen dürfen auch die Kinder mit dem eigenen oder einem geliehenen Hund an den Start. Fotos (2): Peter BolligDie DRK-Rettungshundestaffel aus Delbrück zeigt den Besuchern, wie sie sich auf den Einsatz bei der Vermisstensuche vorbereiten.

Bei 20 Grad gilt für die an Kälte gewöhnten Tiere ein Startverbot


Bielefeld (peb). Wenn Menschen bei Hitze Sport treiben, kann das zur Belastung werden. Für Hunde, gerade auch für die an Kälte gewöhnten Schlittenhunde, gilt das ebenso, wie Katrin Schmidtkamp weiß. Die 26-Jährige ist Tierartztgehilfin und beim Schlittenhunderennen in Senne dabei, um bei der medizinischen Versorgung der Hunde zu helfen.
Weil Hunde nicht schwitzen, regulieren sie die Temperatur übers Hecheln, erläutert Schmidtkamp. Wenn es zu warm wird, funktioniere das aber nicht mehr. Gerade Huskys mit ihrem dicken Fell kämen dann an ihre Grenzen. Und wie für Menschen gilt nach einer starken körperlichen Belastung: »Viel trinken«, rät die 26-Jährige aus Borken, und auch ein nasses Handtuch hilft einem Vierbeiner, sich abzukühlen.
Nach den Regeln für Schlittenhunderennen werden jenseits der 20 Grad keine Wettkämpfe mehr ausgetragen. »Das ist großzügig angelegt«, sagt Rennleiter Rudi Ropertz, um die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden.

Schmidtkamps Einsatz ist vor allem bei kleineren Verletzungen gefragt, etwa wenn sich Hunde bei steinigem Untergrund die Pfoten verletzen oder es in der Aufregung kurz vor dem Start innerhalb eines Gespanns zu kleineren Bissverletzungen kommt. Und für schwerwiegende Verletzungen ist während des Rennens ein örtlicher Tierarzt immer erreichbar.

 

Westfalenblatt 20.10.2012

Den Hunden wird's zu heiß

Sportliche Gespanne gehen am Wochenende früher ins Rennen

Senne (peb). Sommerliches Wetter im Herbst ist an sich ein Traum für jeden Festveranstalter. Für die Organisatoren des Schlittenhunderennens in Senne werden die Temperaturen jenseits der 20 Grad jedoch zum Problem.

Rennleiter Rudi Ropertz erklärt die Regeln: »Ab 20 Grad dürfen Rennen nicht stattfinden.« Für die an Kälte gewöhnten Schlittenhunde würden die Wettkämpfe dann zu einer gesundheitsgefährdenden Belastung. Das hat für die beiden Ausrichtungstage an diesem Wochenende Folgen: Statt um 10 beginnt die Veranstaltung bereits um 9 Uhr, damit die Hunde unter den kühleren Bedingungen ins Rennen gehen können. Zudem wird die Strecke von 5,8 auf 2 Kilometer verkürzt.
Dabei starten die schwereren Gespanne der unlimitierten Klasse, deren Rennen am Samstag eigentlich für 15.30 Uhr vorgesehen war, zuerst, gefolgt von den immer leichteren. Diese Rennen werden zwischen 12 und 13 Uhr beendet sein, dadurch startet das Kinderrennen ebenfalls früher: gegen 14 statt um 16.15 Uhr, Siegerehrung für die Kleinen ist gegen 15.30 Uhr. Das Rahmenprogramm bleibt weitestgehend unverändert unter anderem mit einer Vorführung der Hunderettungsstaffel des DRK um 13.15 Uhr und der Hütehunde-Vorführung von Schäfer Ulf Helming.
Organisator Günter Wesch kündigt als zusätzliche Programmpunkte für die Besucher Fahrten auf dem Schlittenhundewagen für die Mittagszeit an, zudem soll es einige Vorführungen von Kunststücken mit Hunden geben.
Sofern der Sonntag nicht kühler ausfällt, wird auch an diesem Tag der Zeitplan so verändert, dass die Gespanne wieder um 9 Uhr starten und die Rennen in der Mittagszeit beendet sind. Die Siegerehrung soll dann ebenfalls vorgezogen werden von 16 auf voraussichtlich etwa 14 Uhr. Für 13.15 Uhr ist eine weitere Vorführung der Rettungshunde geplant. Weil das Programm verkürzt wird, haben sich die Veranstalter dazu entschlossen, an beiden Tagen nur bis 14.30 Uhr Eintritt zu erheben, danach ist der Eintritt frei.

Presseartikel NW 24.10.2012

Westfalenblatt 12.10.2012

Der dritte Sieg soll her


Senne (mp). Beim vierten Senner Hundeschlitten-Wagenrennen am 20. und 21. Oktober geht ein Bielefelder Sportsmann ganz besonders motiviert an den Start: Eckhard Rahaus, 48-jähriger Innenarchitekt, peilt seinen dritten Sieg auf dem Fahrrad in der Gästeklasse an. Zu seiner eigenen Überraschung hatte er im Team mit Siberian Husky Lasse die Auftaktveranstaltung 2009 ebenso gewonnen wie die Neuauflage 2010. 2011 fiel der Hund verletzungsbedingt aus, doch jetzt wollen beide noch einmal angreifen.
Das Rennwochenende, zu dem sich mehr als 100 Gespanne mit hunderten Hunden angesagt haben, soll nach Wunsch der veranstaltenden Senner Gemeinschaft wieder zum Familienspaß werden - mit Verpflegungsständen und buntem Beiprogramm. Die Aktionen ballen sich im Start-Ziel-Bereich am Senner Schafstall, Ostkampweg 55. Dort beginnt der Betrieb an beiden Tagen um 10 Uhr. Das Programm mit Preisen, Anmeldemodalitäten und Streckenführung steht im Internet.
www.schlittenhunderennen- senne.de

 

Westfalenblatt 20.09.2012:

Engagiert bei der Neuauflage des Rennwochenendes (von links): Ilja Meyer-Molnar, Günter Wesch und Annika Siebert von der Senner Gemeinschaft mit stellvertretender Bezirksamtsleiterin Ulrike Goebel sowie den beiden Symbolhunden Sunny (links) und Nike.

Vierte Invasion der Schlittenhunde

Die Senner Gemeinschaft bereitet für das Wochenende 20./21. Oktober ein neues Wagenrennen vor

Von Markus Poch, (Text und Foto)
Senne (WB). Auf dem bewährten Wald-und-Wiesen-Rundkurs am Senner Schafstall soll im Herbst wieder die Post abgehen: Dort steigt am Wochenende 20./21. Oktober das vierte Schlittenhunde-Wagenrennen der Senner Gemeinschaft. Zur Vorjahresveranstaltung kamen gut 4500 Besucher. Sie erlebten 600 Hunde, die in verschiedenen Klassen an den Start gingen.

Mit einem ähnlichen Andrang rechnet Organisator Günter Wesch auch 2012, selbst wenn die Senner dieses Mal keine Deutsche Meisterschaft austragen. Er hofft auf bis zu 120 Hundeschlittenführer (Musher), die mit ihren Tieren laufen, Rad fahren, auf Scootern oder in Wagen gegeneinander antreten. Interessierte Hundefreunde sollten sich den Wochenendtermin deshalb rechtzeitig vormerken. Wer Lust hat, darf sogar mitmachen: Die Senner Gemeinschaft, die den Wettkampf zusammen mit dem Bezirksamt und der erfahrenen Rennleitung des Schlittenhunde-Sportvereins Münsterland austrägt, ruft dazu erneut eine Gästeklasse ins Leben.
Die Veranstaltung beginnt an beiden Tagen um 10 Uhr und kostet vier Euro Eintritt (Schüler und Studenten zwei Euro, Kinder bis sechs Jahre frei). Parkplätze sind reichlich vorhanden und ausgeschildert. Sich die Rennen gratis von einem Waldweg aus anzusehen, wird in diesem Jahr nicht mehr möglich sein. Laut Günter Wesch nimmt die Forstverwaltung Bethel aus Sicherheitsgründen Sperrungen an der maximal 5,8 Kilometer langen Strecke vor.
Im teilweise überdachten Start-/Zielbereich am Ostkampweg 55 soll es für alle Besucher dennoch eine Menge zu entdecken geben: neben den Hunden der unterschiedlichsten Rassen sind das unter anderem Vorführungen der DRK-Rettungshundestaffel aus Rietberg, eine Präsentation des Vereins Hundenothilfe OWL, eine Vorführung von Hütehunden im Einsatz mit einer kleinen Schafherde und eine Tombola.
Die Senner Gemeinschaft verspricht zudem Versorgungsstände »vielfältiger Art« und einen rustikalen »Musherschmaus« am Samstagabend, zu dem alle Teilnehmer der Rennen sowie sämtliche neugierigen Besucher kommen dürfen. Bei kulinarischen Kreationen des Fleischermeisters Erwin Berenbrinker aus Verl und Musik des Diskjockeys Andy aus Sennestadt können die Hundefreunde miteinander ins Gespräch kommen. Am Samstagnachmittag soll es außerdem ein Kinderrennen geben, zu dem jeder Teilnehmer mit dem eigenen oder einem Leihhund antreten darf. Fotograf Ilja Meyer-Molnar fotografiert an beiden Renntagen von 11 Uhr an kostenlos alle mitgebrachten Hunde, um später im Internet den schönsten Hund Bielefelds wählen zu lassen.
Mit 5000 Programmheften und mehr als 1000 Plakaten bewerben die Senner ihre vierte Großveranstaltung dieser Art. Alle Einzelheiten, auch der Streckenverlauf und die Anmeldungsmodalitäten, stehen im Internet.
www.schlittenhunderennen- senne.de


Das Schlittenhunderennen - Der Film von Detlef Schlack
Westfalenblatt 24.10.2011:

Schlittenhunde-Rekord
am Senner Schafstall

Auf Platz drei in der Acht-Hunde-Klasse landet Schlittenführer Jürgen Lüber. Kurz vor dem Zieleinlauf haben er und seine Hunde schon ganz schön Kraft gelassen. Foto: Thomas F. Starke
Jüngster Teilnehmer des Wettkampf-Wochenendes in Senne war der erst vierjährige Tim Lange aus Egelsbach bei Darmstadt: Er startete im Kinderrennen über 500 Meter mit seinem Hund Makani. Foto: StarkeDie schnellsten Teilnehmer in ihren Klassen (von links): Nicolle Schröder aus Tüttendorf bei Kiel, Michael Lachs aus Arendsee/Altmark, Andrea Wiegand aus Schöppenstedt bei Braunschweig. Fotos: Markus Poch (4)Im Zwei-Minuten-Takt gehen die Gespanne auf die Piste. 4500 Besucher ließen sich das Spektakel rund um den Senner Schafstall nicht entgehen. Die meisten beobachteten das Treiben im Start-Zielbereich.Der Oberbürgermeister auf dem Rennwagen: Zusammen mit Weltmeister Rudi Ropertz erwartet Pit Clausen den Start zu einer Ehrenrunde. Ropertz' Ehefrau Marlies (vorn) beruhigt zwei der zwölf Hunde.

4500 Zuschauer verfolgen 600 Tiere beim dritten Wagenrennen

Von Markus Poch
Bielefeld (WB). Eine größere Konzentration an Schlittenhunden hat es in Senne noch nie gegeben: 600 Stück starteten am Wochenende beim dritten Hundeschlitten-Wagenrennen am Schafstall. Mehr als 600 weitere hofften als Reservehunde auf ihren Einsatz oder waren Welpen, die Wettkampfluft schnuppern sollten. Erstmals ging es auf Bielefelder Terrain um die Deutsche Meisterschaft.

Mit 174 gemeldeten menschlichen Teilnehmern aus ganz Deutschland sowie Norwegen, Polen, Holland und Belgien entpuppte sich das Senner Rennen zum am besten besuchten deutschen Meisterschaftslauf aller Zeiten. Das behauptete die Rennleitung des Schlittenhunde-Sportvereins Münsterland um den vielfachen Weltmeister Rudi Ropertz.
Doch nicht nur die Wettkampfhunde und ihre Halter wollten das Spektakel erleben: »Wir hatten mehr als 4500 Zuschauer«, schätzte Günter Wesch von der Senner Gemeinschaft. Zu sehen waren Starts und Zieleinläufe der unterschiedlichen Klassen, wobei die Gespanne mit vier, sechs, acht oder mehr Hunden die meisten Blicke auf sich zogen, wenn sie mit Geschwindigkeiten von bis zu 35 km/h über die Feldwege jagten.
Den unerwartet hohen Zuspruch seitens der Hundeschlittenführer (Musher) und des Publikums sieht Günter Wesch auch als Anerkennung für eine gelungene Vorbereitung der Großveranstaltung: 55 Männer und Frauen der Senner Gemeinschaft sowie des Bezirksamtes Senne waren eingebunden. Streckenbauer Bernd Brinkhoff konnte die Pisten nach Meinung vieler Teilnehmer seit 2010 weiter verbessern.
Einen Eindruck vom Streckenverlauf verschaffte sich am Sonntag sogar Oberbürgermeister und Hundenarr Pit Clausen: Rennleiter Rudi Ropertz hatte ihn zu einer Fahrt in der offenen Klasse mit zwölf Hunden eingeladen. »Ich habe bestimmt ein Pfund Staub geschluckt«, prustete Clausen nach einer Runde im Gelände. »Es war aber ein tolles Erlebnis, so nah an den Hunden zu sein. Und im Wagen des Weltmeisters habe ich mich zu jeder Zeit sicher gefühlt.« Ropertz lobte Clausens Kurvenverhalten: »Ich habe weder gemerkt, dass er ein Linker, noch ein Rechter war.«
Schnellste Teilnehmerin und Deutsche Meisterin in der Vier-Hunde-Klasse wurde Nicolle Schröder (44) aus Tüttendorf bei Kiel. Sie absolvierte die beiden Wertungsrunden in 17:27 Minuten. In der Sechs-Hunde-Klasse legte Andrea Wiegand (53) aus Schöppenstedt bei Braunschweig mit 22:33 Minuten die beste Zeit hin. Bester Teilnehmer in der Acht-Hunde-Klasse wurde Michael Lachs (53) aus Arendsee/Altmark mit 21:05 Minuten.
Angespornt von der durchweg positiven Resonanz, will Günter Wesch jetzt die Weltmeisterschaften nach Senne holen. »Doch das sind langfristige Pläne«, sagt er. »Denn im November starten die erstmal in Borken, und es kann dauern, bis sie das nächste Mal in Deutschland ausgetragen werden.« Trotzdem sollen 2012 in Senne wieder die Hunde rennen.


Video Pressekonferenz am 15.10.2011 von Detlef Schlack
Video Pressekonferenz
am 16.09.2011 von Detlef Schlack

 

Hunde geben Gas am neuen Schafstall in Senne

Oberbürgermeister Pit Clausen sitzt im Weltmeister-Wagen

Von Kerstin Sewöster
Senne (WB). Leithund Pepper bellt und reisst an der Leine. Der Mischling will laufen. Die Proberunde, die Pepper um den Schafstall in Senne dreht, ist jedoch nur ein Vorgeschmack auf die Deutsche Meisterschaft der Schlittenhunderennen. Sie wird am Wochenende erstmals in Senne ausgetragen.
Leithund Pepper, Musher Michael Lange (sitzend), Günter Wesch (von rechts) und Ulrike Göbel posieren mit Trainingswagen am neuen Schafstall, den Jörg Ermshausen (links) von der Forstverwaltung Bethel für das Hunderennen zur Verfügung stellt. Foto: Kerstin Sewöster

170 Anmeldungen liegen vor. »Im vergangenen Jahr waren es 70«, freut sich Organisator Günter Wesch, der das Rennen für Senner Gemeinschaft gemeinsam mit der Bezirksverwaltung Senne und dem Schlittenhunde Sportverein-Münsterland organisiert. Bis Dienstag können sich noch Teilnehmer per Internet für das Rennen anmelden. Das Startgeld von 40 Euro muss am Freitag ab 18.30 Uhr eingezahlt werden. Veranstaltungsort ist der neue Schafstall am Osterkamp 55. Im Startgeld enthalten ist ein Drei-Gänge-Menü, das am Samstagabend vom Senner Koch Ernst Heiner Hüser serviert wird. Von 19.30 Uhr heißt es »Bielefelder treffen Musher«. Musher werden die Führer der Hundegespanne genannt. Für Musik sorgt die Band »Storyteller«.
Die Teilnahmegebühr wird für alle Disziplinen erhoben, also auch für die Gäste, sprich die Bielefelder, die mit ihrem Hund an einem Wettbewerb teilnehmen möchten. Von der Gebühr ausgenommen ist das Kinderrennen am Samstag um 15 Uhr. Kindern, die keinen eigenen Hund zur Verfügung haben, stellen einige Musher ihre Tiere zur Verfügung. Die jungen Sieger werden um 18 Uhr geehrt.
Die Profis starten in verschiedenen Disziplinen: Laufen (Canicross), Fahrradfahren (Bikejoring), Scooter- (eine Art Roller) und Wagenrennen. Gestartet wird nach Altersklassen.
Der Startschuss fällt an beiden Renntagen um 10 Uhr; eine Rennpause wird jeweils zwischen 13 und 14 Uhr eingelegt. Oberbürgermeister Pit Clausen sitzt Samstag um 15 Uhr mit ihm Wagen von Rudi Ropertz und unterstützt den Weltmeister beim Rennen. Die Siegerehrung findet Sonntag um 16 Uhr statt; zuvor wird um 15 Uhr der Jaloucity-Wanderpokal für Gespanne mit mehr als acht Hunden verliehen.
Auch wer sich nicht für Hunderennen begeistert kommt auf seine Kosten: Am Samstag präsentiert sich um 13 Uhr die Hundenothilfe OWL, um 13.30 Uhr gibt es eine Agility-Vorführung. Hütehunde im Einsatz sind um 16 Uhr zu sehen.
Das Tierheim Senne stellt sich am Sonntag um 13 Uhr vor. Tierarzt Dr. Peter Hettling hält um 13.15 Uhr einen Vortrag, und im Anschluss präsentiert sich die Hundestaffel des Arbeitersamariterbundes (ASB).
Nicht nur der schnellste, sondern auch der schönste Hund wird gesucht: Ilja Meyer-Molnar fotografiert auf Wunsch die Vierbeiner. Die Bilder werden anschließend ins Netz gestellt. Dort können die Bürger über den schönsten Hund entscheiden. Preise gibt es nicht nur für Bello. Die Teilnehmer haben die Chance bei einer Verlosung zu gewinnen. Die Preise stehen noch nicht fest.

 

Westfalenblatt 17.09.2011

Westfalenblatt 17.09.2011

Auf vier Pfoten zum Titel

Senne ist Austragungsort der Deutschen Meisterschaft im Schlittenhunde-Rennen


Senne (peb). 3500 Besucher, 76 Starter und 300 Hunde - mit dieser Resonanz waren die Veranstalter des Senner Schlittenhunde-Rennens 2010 sehr zufrieden. Zur dritten Auflage wird das schneefreie Rennen noch einmal beflügelt: Rennleiter Rudi Ropertz vom Schlittenhunde-Sportverein Münsterland, selbst Deutscher und mehrfacher Weltmeister, hat diesmal auch die Deutsche Meisterschaft im Schlittenhundewagenrennen nach Senne geholt. »Die Belohnung für die gelungenen ersten beiden Veranstaltungen«, sagt Günter Wesch von der Senner Gemeinschaft, die das Rennen gemeinsam mit dem Bezirksamt und dem münsterländer Verein ausrichtet.
Etwa 130 Gespanne mit hunderten von Hunden der unterschiedlichsten Rassen erwartet Wesch zur Rennveranstaltung am 22. und 23. Oktober. Gestartet wird jeweils um 10 Uhr am Schillingshof am Ostkampweg. Neben den Rennen um die Meistertitel, an dem nur beim Verband eingetragene Hundeschlittenführer, so genannte Musher, teilnehmen können, gibt es Läufe für jedermann und Rennen eigens für Kinder.
Anmeldungen sind möglich unter www.schlittenhunderennen-senne.de, die Startnummernvergabe ist am Vorabend des ersten Renntages, Freitag, 21. Oktober, ab 18 Uhr in der neuen Halle am Schaftsall des Schillingshofes möglich. In der Halle gibt es zudem Speisen und viele Informationen.
Der Samstagabend steht unter dem Motto »Bielefelder treffen Musher« mit Livemusik der Band Storyteller. Zum Rahmenprogramm des Rennwochenendes gehören auch Agility-Vorführungen, die Präsentation einer Rettungshundestaffel und Angebote zum therapeutischen Reiten.
Der Eintritt kostet vier Euro, Kinder bis sechs Jahre zahlen zwei Euro. Programmhefte liegen vom 14. Oktober an in Geschäften und im Bezirksamt Senne aus.

 

Deutsche Meisterschaft   „Senne“ am Schafsstall“

Am 22./23. Oktober wird in Senne bei Bielefeld die Deutsche Meisterschaft  OFF Snow  im Rahmen des Jaloucity Open ausgetragen
Die Vorbereitungen laufen bereits auf vollen Touren.
Die Strecke wurde etwas verlegt und man fährt mehr durch Waldgelände. Hierfür werden nun neue Verbindungswege angelegt und einige Bäume entfernt.
Die Strecke ist flach, rund und flüssig zu fahren . Sie  wurde neu vermessen mit dem Ergebnis:
kurze Runde  (rot markiert)  4,5  km,  - große Runde ( gelb u. rot)    5,75 km.

Der Stakeoutplatz wurde etwas vergrößert und eine Reservewiese wird vorsorglich frei gehalten.
Unmittelbar an dem Start- und Zielgelände wurde eine neue Halle gebaut, die uns während des Rennens zur Verfügung steht.
Für die Bewirtung ist  wieder Herr Hüser vom Museumshof zuständig, der sicherlich wieder eine sehr schmackhafte Spezialität der Region servieren wird.
Nach Rücksprache mit unserem Sportwart Achim Kölzow wurde mir bestätigt, dass die „Deutsche Meisterschaft“ nach den Rennregeln des IFFS ausgetragen wird.  Die einzelnen Klassen kann man dem Anhang entnehmen.  Da hier sehr viele Kategorien ausgeschrieben sind, werden generell nur Klassen mit mindestens 5 Startern gewertet.

Die einzelnen Klassen kann man dem Anhang entnehmen. Dieses heißt auch: Es wird im Rahmen der DM keine Deutschen Meister in der unlimitierten  Klasse geben.
Da aber gerade in dieser Klasse schon heute etliche Nachfragen eingegangen sind, haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen.
Die offene Klasse (max. 12 Hunde) wird erstmalig den Jalucity-Cup ausfahren, einen Wanderpokal, gestiftet von Jalucity, der mit 600 Euro Preisgeld verbunden ist ( 300,--, 200,--, 100,--  Euro).
Die ersten 3 bekommen natürlich auch Pokale.
Die Siegerehrung wird vom Stifter unmittelbar nach Eingang des letzten offenen Teams im Start- und Zielgelände stattfinden. 
Ein Formular zur Meldung der DM findet Ihr  als Download auf der SSVM – Seite ( www.ssvm-ev.de)  und auf der Facebookseite des SSVM; ebenso alle weiteren Neuigkeiten.  Eine Starterliste wird in Kürze auch veröffentlicht.

Detlef Runau und Rudi Ropertz sind als Rennleiter vorgesehen.
Unser Präsident , Dr. Jürgen Lüber wird mit der Rennleitung am Sonntag gemeinsam die Ehrung der Deutschen Meister durchführen.
Und auch für den Fall, dass ich mich wiederhole, möchte ich mich bei den Organisatoren  vor Ort, bei  der  Gemeinde mit ihren vielen Helfern und bei der Forstverwaltung Bethel mit ihrem Schäfer Andreas Eisenbarth, ohne deren Wohlwollen dieses schöne Rennen nicht stattfinden könnte, im Namen aller Musher recht herzlich bedanken.  Es ist bewundernswert, in welch toller Atmosphäre neue Ideen verwirklicht und Schwierigkeiten ausgeräumt wurden und wohl auch noch werden.

Die offizielle Ausschreibung  wird im nächsten Heft bekannt gegeben. 
Es kann aber ab sofort gemeldet werden .

Rudi Ropertz ( SSVM)   

 

Westfalenblatt - 25. Oktober 2010

Hecheln bis zur Meisterschaft

Senner Hundeschlitten-Rennparcours besteht zweite Bewährungsprobe - Verband entscheidet

Von Markus Poch
Bielefeld (WB). Das Senner Hundeschlittenrennen mausert sich weiter zu einer überregionalen Sport- und Unterhaltungsveranstaltung für die ganze Familie. Zur zweiten Auflage am vergangenen Wochenende kamen mehr als 3 500 tierliebe Besucher an den Senner Schafstall.


Sie erlebten 76 Starter und gut 300 Hunde in unterschiedlichen Klassen. Bestaunt wurden die Huskys und ihre Herrchen aber nicht nur von den Besuchern, sondern auch von Mengen anderer Hunde, die das Renngelände bevölkerten: Vom Pinscher bis zur Dogge war fast jede Rasse vertreten. Trotzdem kam es laut Tierarzt Dr. Peter Hettling und Organisator Günter Wesch von der Senner Gemeinschaft nicht zu Problemen: »Wir hatten keine Unfälle, keine verletzten Menschen oder Hunde«, sagte Wesch erleichtert. »Und von der Resonanz bin ich überwältigt. Ich höre überall nur Positives.«


Die Hundeschlittenführer (Musher), die aus allen Teilen Deutschlands zu diesem Trainingslauf nach Senne kamen, sind sich ebenfalls einig: »Es ist absolut top, was die Senner hier aufgebaut haben - egal, ob Verpflegung, Fürsorge, Platz- oder Streckenverhältnisse«, formulierte stellvertretend für seine Kollegen Henning Sundhaußen aus Mettmann.
Der vielfache Hundeschlitten-Champion Rudi Ropertz, der das Senner Rennen mit seinem Team vom Schlittenhunde-Sportverein Münsterland leitete, geht noch einen Schritt weiter: »Der neue Start- und Zielbereich ist weitläufig und wird von allen Teilnehmern gelobt. Die Strecke ist noch besser als schon im letzten Jahr. Es gab keine Pfützen, die Wege waren gemacht - man konnte deutlich sehen, wie viel die Senner Gemeinschaft hier geleistet hat«, sagte der 69-Jährige. »Ich bin mir relativ sicher, dass der Deutsche Schlittenhunde-Verband zustimmt, wenn wir uns 2011 als Austragungsort für einen Lauf zur Deutschen Meisterschaft bewerben.« Dazu bräuchte man jedoch weitere Ideen, mehr Sponsoren, mehr Live-Musik und ähnliches.

Doch auch mit dem aktuellen Angebot hatten viele Besucher viel Freude: Bei einem Kinderrennen bekamen mehrere Dutzend Jungen und Mädchen die Chance, mit einem echten Schlittenhund ins Ziel zu laufen oder zu fahren. Fotograf Ilja Meyer-Molnar fotografierte Familienhunde, um von Dienstag an in einer Internetabstimmung unter www.schlitten-hunderennen-senne.de Sennes schönsten zu ermitteln. Mehr als 200 Besucher ließen ihre Lieblinge von ihm ablichten.
Ähnlich viel Publikum hatte der gemütliche Musher-Abend im Schafstall angelockt: Bei Musik des Duos Druschba und des Gitarristen Jan-Peter Flöttmann wurde am Samstag bis gen Mitternacht geklönt und gesungen. Dazu servierte Heiner Hüser vom Senner Museumshof einen rustikalen Pfeffer-Potthast mit Schmorkraut. Tagsüber präsentierten sich dort die Sponsoren sowie ein kleiner Schafmarkt, unter anderen mit dem gastgebenden Schäfer Andreas Eisenbarth. Der Arbeiter-Samariter-Bund zeigte außerdem, was seine Rettungshunde können.

Lebhafte Erinnerung
an Kanadas Yukon

Bielefeld-Besucher Jason Huff war Hobby-Musher


Bielefeld-Senne (mp). Das Yukon-Territorium im Nordwesten Kanadas ist nicht nur die Heimat des »Yukon Quest«, der als härtestes Hundeschlittenrennen der Welt gilt. Es ist auch die Heimat hunderter Hundeschlittenführer (Musher) und einstiges Zuhause des Kanadiers Jason Huff. Der 33-jährige Pilot fliegt heute große Verkehrsmaschinen durch die ganze Welt, kommt aber gelegentlich zu Besuch nach Bielefeld - so wie am vergangenen Wochenende.
Dort traute er seinen Augen kaum, brachten Freunde ihn doch nach Senne zum Hundeschlittenrennen: Prompt holte ihn die eigene Vergangenheit ein. In der Yukon-Hauptstadt Whitehorse hatten er und ein Kumpel ebenfalls Schlittenhunde, trainierten mit ihnen auf bis zu 70 Kilometer langen Tagestouren. Als Sommer-Schlitten diente ein alter VW Käfer. »Unsere Huskys waren aber schlechter erzogen als die disziplinierten Wettkampfhunde, die ich hier gesehen habe«, sagte er dem WESTFALEN-BLATT. »Ich erinnere mich an wilde Kämpfe um Lachs und Karibuknochen. Die Yukon-Huskys sind ursprünglich auch größer und schwerer gewesen. Es waren Transport- und Arbeitstiere, die im Notfall als Proviant herhalten mussten«, erklärt Huff. »Aber ich schwöre: Ich habe nie einen Hund gegessen.«

 

Westfalenblatt - Donnerstag 14. Oktober 2010
 

Organisator und bekennender Hundenarr: Maßgeblichen Anteil am Gelingen der Senner Hundeschlitten-Rennen trägt der Steuerberater Günter Wesch, zweiter Vorsitzender der Senner Gemeinschaft. Er will 2011 einen Lauf zur Deutschen Meisterschaft nach Senne holen.

Parcours ist fit für Meisterschaft
Zweites Senner Hundeschlitten-Rennen am 23./24. Oktober - Empfehlung des Weltmeisters
Von Markus Poch
    
Senne (WB). Wenige Tage vor dem zweiten Senner Hundeschlitten-Wagenrennen am 23./24. Oktober bekommt die Senner Gemeinschaft als Veranstalter eine Anerkennung von ganz oben: Rudi Ropertz, mehrfacher Weltmeister im Hundeschlitten-Sport, hat die Organisatoren für ihren neuen, verbesserten Parcours gelobt. Jetzt will der 69-Jährige die Rennstrecke als Austragungsort für Läufe zur Deutschen Meisterschaft empfehlen.

Doch bevor möglicherweise schon im Herbst 2011 die besten Hundeschlitten-Teams Deutschlands in Senne um Meisterschaftspunkte kämpfen, muss sich der Parcours beim zweiten Rennen, das nun bevorsteht, erneut bewähren: Dazu wurde der Start-/Zielbereich auf die Wiese südlich des Stalles verlegt, um sowohl dem Publikum als auch den Hundeschlittenführern (Musher) und ihren Gespannen mehr Spielraum zu bieten. Die fünf Kilometer lange Strecke ist leicht optimiert worden, führt aber weiterhin durch die Wälder und Wiesen südlich des Schafstalls am Ostkampweg. Rudi Ropertz fungiert erneut als Rennleiter. 500 Plakate sollen die Menschen der Region auf die Veranstaltung aufmerksam machen.
Die Sportler starten, wie im Vorjahr, in unterschiedlichen Klassen. Alle gehen mit Hunden ins Rennen, sitzen wahlweise auf Wagen oder Fahrrädern, stehen auf Rollern, oder sie laufen. Bis zu 100 Gespanne aus mehreren Ländern mit insgesamt bis zu 500 Hunden werden erwartet. 2009 waren 67 Teams gekommen. »Aktuell haben sich schon 30 Starter angemeldet«, berichtet Organisator Günter Wesch von der Senner Gemeinschaft. »Auch 16 Gäste-Anmeldungen liegen bereits vor.«
Hundefreunde, die Lust darauf haben, mit ihrem Liebling in einer Gästeklasse teilzunehmen, können sich unter v 0521 / 41 72 00 in der Kanzlei Wesch registrieren lassen beziehungsweise nähere Informationen einholen. Sämtliche Anmeldungen müssen spätestens bis Freitag, 22. Oktober, 18.30 Uhr, im Schafstall vorliegen, weil anschließend Startnummern und Rennunterlagen vergeben werden. »Die Meldegebühr beträgt 30 Euro« , sagt Günter Wesch. »Darin enthalten ist eine Begrüßungstasche mit Geschenken der Senner Kaufleute sowie die Teilnahme am Musher-Essen.« Der gemütliche Musher-Abend soll wieder am Samstagabend im Schafstall über die Bühne gehen. Sportler und Theoretiker treffen dort zum entspannten Klön aufeinander. Zu passend rustikaler Verpflegung des Senner Museumshofes spielt das Duo Druschba internationales Liedgut. Bei freiem Eintritt darf jeder interessierte Bürger daran teilnehmen.
Der Rennbetrieb beginnt an beiden Tagen um 10 Uhr und dauert bis in den Nachmittag. Am Samstag klingt er mit einem gesonderten Kinderrennen aus. Gute Gratis-Aussichtspunkte gibt es überall entlang der Strecke. Wer jedoch den Gespannen und damit den Hunden nah sein möchte, zahlt drei Euro Eintritt im Start-/Zielbereich (Schüler und Studenten zwei Euro). Der Eintritt für Kinder bis zwöf Jahre ist frei. Dort präsentieren sich auch die Sponsoren mit Ausstellungen, Schafmarkt und einer Tombola zu Gunsten des Bielefelder Tierheims.
Der Brackweder Tierarzt Dr. Peter Hettling bietet Gesundheitschecks am Hund an. Der Arbeiter-Samariter-Bund zeigt die Qualitäten seiner Rettungshundestaffel. Fotograf Ilja Meyer-Molnar fotografiert kostenlos und an beiden Tagen mitgebrachte Hunde, um später über einen Internet-Wettbewerb den »schönsten« Hund der Veranstaltung zu küren. Seine Fotos sind nach dem Rennwochenende auf derselben Seite zu sehen, die schon im Vorfeld sämtliche weiteren Informationen bereithält.
www.schlittenhunderennen-senne.de


Der Film über das 1. Senner Schittenhunderennen : Senner Schlittenhunderennen auf YouTube

 


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